Heute mache ich meine Jahresplanung

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Ich liebe diese Zeit zwischen den Jahren. Geht es dir auch so? Dieses Gefühl, Zeit zu haben. Ein Jahr geht zu Ende – und mit ihm irgendwie auch ein bisschen alles Schlechte, was wir erlebt haben. Wir haben die Chance, neu anzufangen, zusammen mit dem Neuen Jahr.

Viele Menschen fassen neue Vorsätze und schauen mal, wie lange sie halten. Das war bei mir bisher auch immer so. Aber nächstes Jahr werde ich 40 Jahre alt. Ich habe nicht mehr so viel Zeit vor mir wie mit 20. Auch scheint die Zeit immer schneller und schneller zu verrinnen. Deswegen sollen die Ziele, die ich mir für dieses Jahr überlege, wohldurchdacht sein. So dass ich am Ende von 2017 sagen kann: Ich habe erreicht, was ich wollte.

Wie ich bei meiner Jahresplanung vorgehe? Zunächst nehme ich mir ganz viel Zeit. Die Wintersonne legt zwar schonungslos den Blick auf den Staub frei, der mal geputzt werden will, neben mir liegen die Belege für die nächste Steuererklärung. Aber irgendwann darf ein Mensch auch mal innehalten. Ich schiebe alles beiseite, jetzt bin da nur noch ich, diese WordPress-Seite, meine Tasse Kaffee und der Blick aus dem Fenster auf die Äpfel, die keiner pflückt.

 

Rote Äpfel hängen im Winter noch im Baum

Wenn ich an meinem Schreibtisch innehalte, schaue ich auf die Äpfel gegenüber, die offenbar niemand pflücken mag.

Zuerst rufe ich einen Kalender im Internet auf, der einen guten Überblick über das ganze Jahr bietet – ganz egal welcher. Mir ist bewusst, dass ein Mensch nur bis zum nächsten Tag, höchstens bis zum übernächsten die Dinge beeinflussen kann. Es geht mir aber darum, Zeiten festzulegen, in denen ich frei habe, etwas für mich tun kann und mehr Zeit mit meinem Mann habe. Ich stelle mir das bildlich vor wie Steine, mit deren Hilfe ich einen Fluss überqueren kann. Ich setze meinen Fuß von Stein zu Stein. Auf den Steinen bin ich erstmal sicher und habe eine Etappe geschafft. Die Etappe, die vor mir liegt, wird kleiner.

 

Fluss mit Steinen zum überqueren

Das Jahr ist wie ein Fluss, den ich überquere. Ich setze meinen Fuß auf kleine Inseln aus Steinen und komme besser weiter. © pixabay.com

Die freien Tage, die ich mir vornehme, richten sich nicht nach irgendwelchen Brückentagen und der Frage, wie ich mit möglichst wenig Urlaubstagen möglichst lange frei bekomme. Ich tue meine Arbeit gern, solche Spielchen muss ich nicht spielen. Mein Fokus liegt auf dem natürlichen Jahresrhythmus, mit dem ich mitgehen kann, um mich gut zu fühlen, und natürlich auf den gemeinsamen Planungen von meinem Mann und mir.

Daraus ergeben sich diese Zeitinseln:

27. – 31. März (5 Tage): Am 26. März ist Zeitumstellung. Ich kann diese Woche nutzen, um rauszugehen und zu genießen, dass das Licht zurückkommt.

13. – 17. April (1 Tag): An diesem Datum ist Ostern, inklusive Gründonnerstag. Ein kleiner Ausflug ans Meer wäre schön, denke ich mir gerade.

13 Tage im Sommer für den Urlaub in Südnorwegen.

30. Oktober – 03. November (4 Tage): Dasselbe wie im Frühling: Am 29. Oktober ist Zeitumstellung und am 02. November Día de los Muertos in Mexiko. Für mich ein besonderer Tag.

27. – 29. Dezember (3 Tage): Für meine Jahresplanung 😉

Fehlen noch 2 Tage für die Geburtstage von meinem Mann und mir plus ein wenig Reserve und dann sind meine 30 Tage Urlaub verbraucht.

Im nächsten Schritt teile ich mir grob die Lebensbereiche ein, für die ich mir Ziele setzen möchte: Arbeit, Privatleben und Gesundheit.

Bei der Arbeit muss ich meine Ziele flexibel anpassen. In der Unternehmenskommunikation gibt es immer neue Herausforderungen. Aber ich will mein Zeitmanagement verbessern und wieder konsequent nach A-, B- und C-Aufgaben priorisieren. Beim Bloggen liegt viel Arbeit vor mir. Trotzdem möchte Zeit, die ich in meinen Blog stecke, besser eingrenzen. Eine genaue Stundenanzahl pro Woche festlegen und mich auch daran halten. Arbeit nach der Arbeit soll eher die Ausnahme bleiben. Und es gibt nicht nur mein Blogprojekt Bea Creative, ich schreibe zurzeit auch ein Buch. Schnell kommen da andere einfach zu kurz. Zuallererst: mein Mann.

Deswegen kommen als nächstes die Ziele für das Privatleben: Das ist sehr schnell formuliert: Ich möchte mit meinem Mann mehr unternehmen. Essen gehen, wandern, etwas besichtigen, … Daran schließt gleich mein zweites Ziel an: Ich möchte schauen, wo ich noch Geld einsparen kann und mehr davon für gemeinsame Ziele übrig zu haben. Das bedeutet erst mal: einen genaueren Überblick verschaffen. Notieren: Wofür gebe ich wie viel aus. Und wie viel brauche ich eigentlich wirklich. Ich war noch nie der große Sparer. Das soll künftig anders sein.

Ziel für meine Gesundheit ist: 5 Kilo abnehmen – wer will das nicht. Wie ich das Ziel erreiche? Ganz einfach die Weight Watchers Punkte einhalten. Ich freue mich total, ein Null-Euro-Starter-Paket für das Onlineprogramm und die App erwischt zu haben. Jetzt heißt es nur noch: Konsequent eintragen und durchdachte Einkaufsplanung.

Und zu guter Letzt mein wichtigstes Ziel: Auf die Art und Weise 40 werden, wie ich mir das vorstelle. Ich weiß, das klingt sehr abstrakt. Aber ich persönlich habe das für mich sehr konkret vor Augen.

Das waren schon alle meine Ziele für 2017. Jetzt teile ich mir das in kleine Schritte ein und nehme mir zunächst den Januar vor. Ich trage alle Termine ein und schaue, wo da Lücken sind. Ich überlege mir, wie ich den Zielen mit jedem Tag ein Stückchen näherkomme.

 

Denn auch ein Weg von 1000 Meilen beginnt immer mit dem ersten Schritt.

 

Konnte ich dir helfen? Hast du noch andere Tipps für eine Jahreszielplanung? Wie gehst du dabei vor? Teile es mit, zum Beispiel hier

Deine Bea Creative

 

Update 29.03.2017: Leben ist das, was passiert, während du damit beschäftigt bist, Pläne zu machen. Meinen Urlaub, den ich gern für diese Woche nehmen wollte, konnte ich nicht einreichen. Einfach zu viel zu tun auf der Arbeit. Aber das macht nichts, bald ist ja Ostern. Trotzdem erlebe ich das Frühjahr gerade sehr intensiv. Der Winter schien mir ungewöhnlich kurz, trotzdem bricht die warme Jahreszeit gerade sehr eindrucksvoll durch. Ich fotografiere Blumen und halte mein Gesicht in die Sonne. Und das war ja mein erstes Ziel: Leben im Rhythmus der Jahreszeiten.

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