Pazifischer Nordwesten // Teil 9: Oregon Coast

Cape Kiwanda, Oregon Coast im Pazifischen Nordwesten, Abendsonne, Felsen im Wasser

Unsere Route führte uns von Portland über den Highway 6 in die Stadt Tillamook, und von dort aus erhaschten wir an diesem Abend die ersten Blicke auf den Pazifischen Ozean bei Cape Meares. Wie so oft zog der Nebel vom Wasser aus über Küste und Küstenwälder – wenn dazu noch die Sonne scheint, ergibt das ein bizarres Schauspiel aus unheimlich wirkenden Nebelschwaden und Abendsonne.

 

Cape Meares, Oregon im Pazifiknebel am Abend

Abendsonne und Pazifiknebel erzeugen am Cape Meares eine bizarre Stimmung.

 

Insgesamt hatten wir an dem Tag 234 Meilen, also 376 Kilometer bis zum Zwischenstopp Florence an der Oregon Coast zurückzulegen. Das ist leider immer der große Nachteil von Fernreisen, für die man nicht mehr Zeit als drei oder dreieinhalb Wochen hat: Es kommen zwangsläufig viele viele Orte zu kurz, und man muss sehr sorgfältig auswählen. Wenn man noch nie in der Region war, ist man auf die Tipps anderer oder eben Reiseführer, in denen grundsätzlich alle, auch die nicht so tollen Orte, als super dargestellt werden, und das Internet angewiesen, um herauszufinden, welche Orte denn die wahrhaft schönsten sein könnten.

In Bezug auf die Oregon kann ich dich jedoch beruhigen: Praktisch jeder Ort an dieser Küste, die in Europa wenige kennen, weil der Highway 1 zwischen Los Angeles und San Francisco viel populärer ist, ist eine Offenbarung. Deswegen trendet die rund 550 Kilometer lange Küstenlinie von Oregon zwischen Brookings im Süden und Astoria im Norden auch immer mehr.

Mit den folgenden Textabschnitten und Fotos stelle ich dir unsere Stopps dort und die Orte vor, die wir am spektakulärsten fanden. Am Ende habe ich dir eine Karte über die gesamte Strecke erstellt, in die du auch hineinzoomen kannst. Wenn du dir deine Sehenswürdigkeiten selbst zusammenstellen möchtest, dann schau doch mal bei 101Things vorbei.

Insgesamt haben wir drei volle Tage an der Oregon Coast verbracht und sind wie geschrieben von Portland aus an den Pazifik gefahren und dann Richtung Süden abgebogen. An der kalifornischen Grenze kehrten wir wieder um und fuhren nach Seaside im Norden. Ich stelle die die Strecke jedoch geographisch und nicht chronologisch vor.

Startpunkt ist in Seaside, wo wir das River Inn at Seaside gebucht hatten. Es liegt nicht direkt am Strand von Seaside und hat demnach auch keinen Meerblick. Trotzdem ist es ein sehr gutes Hotel mit komfortablen Zimmern und einem Blick auf den Fluss auf der Rückseite, an dem jedem Abend ein Lagerfeuer angeboten wird.

Schöne Stopps sind Arch Cape, Nehalem Bay State Park und eben Cape Meares. Wegen des Haffs waren wir auch beeindruckt von Netarts:

 

Netarts, Oregon

Der Ort Netarts mit seinem Haff.

 

Netarts, Oregon im Pazifischen Nordwesten, Häuser am Strand

Hier könnte man doch bestimmt gut wohnen, was meinst du?

 

Die Abendsonne fingen wir am Cape Kiwanda ein – unvergesslich!

 

Cape Kiwanda, Oregon Coast im Pazifischen Nordwesten, Abendsonne, Mann geht surfen

Surfers Paradise am Cape Kiwanda.

 

Cape Kiwanda, Oregon Coast im Pazifischen Nordwesten, Abendsonne, Felsen im Wasser

Von den typischen Felsen (stacks) im Wasser an der Küstenlinie von Oregon hast du bestimmt schon einmal gehört.

 

Cape Kiwanda, Oregon Coast im Pazifischen Nordwesten, Abendsonne, Baumstämme am Strand

Auch angeschwemmte Baumstämme prägen das Bild.

 

Und sattsehen am #sunset🌅 ?? Gar nicht möglich!!

 

Cape Kiwanda, Oregon Coast im Pazifischen Nordwesten, Sonnenuntergang

Cape Kiwanda, Oregon Coast im Pazifischen Nordwesten, Sonnenuntergang

Cape Kiwanda, Oregon Coast im Pazifischen Nordwesten, Sonnenuntergang

 

Devils Punch Bowl State Natural Area ist es wert, dass man den Hwy 101 kurz verlässt, um einen Blick in das tiefe Loch und auf die Küste zu werfen. Bei Hochwasser strömt das Wasser mit Getöse durch einen Tunnel in den Einschnitt, dem Punchbowl, und spritzt auf. Dieser Küstenabschnitt ist im Frühjahr und Herbst ein guter Beoachtungsplatz für Grauwale.

Seal Rock State Park ist etwas ganz Besonderes wegen der Gezeitenteiche, wo man Ebbe und Flut beobachten kann – und wie der Name sagt: Seals, also Seehunde.

Auf dem Tillicum Beach Campground kann man sich einen Zeltplatz in erster Reihe mit Meerblick reservieren.

Wunderschön ist auch der Ort Yachats, der sich einmal um einen Küsteneinschnitt herumschmiegt. In der Gegend liegen Neptune Beach, der Cape Perpetua Overlook und der Thor’s Well, ein überdimensionaler Brunnen im Meer, aus dem regelmäßig eine riesige Fontäne schießt.

Unser nächster ausführlicher Stopp war die Oregon Dunes National Recreation Area, ein Dünengebiet, das bei Florence beginnt und erst 50 Kilometer weiter südlich, in Coos Bay, ausläuft. Die höchsten Dünen messen 150 Meter. An dem Tag war es extrem kalt, so dass wir keinen langen Strandspaziergang machen konnten. Wir nutzten den Zugang an der Half Moon Bay am Umpqua River und fuhren bis hinunter zum Umpqua Sand Camping.

 

Oregon Dunes National Recreation Area, Oregon Coast im Pazifischen Nordwesten, Dünen im Nebel

Bei eiskaltem Wind und Pazifiknebel schnell ein Foto machen und weiter.

In Bandon waren wir langsam ziemlich müde und bestellten daher im Brewed Awakenings einen Wachmacher-Eiskaffee. Der wirkte sehr gut und war ziemlich lecker. Die Adresse lautet: . In der Gegend leben viele Künstler, die zum Beispiel riesige Skulpturen aus Holz schnitzen. Woods of the West liegt zum Beispiel direkt am Highway (47611 Highway 101Bandon, OR 97411), Richtung Süden gesehen auf der linken Seite, und verschifft die Ware auch nach Übersee. Holzsorten sind zum Beispiel Myrte, Ahorn, Walnuss und Olive.

In Port Orford brauchten wir schon wieder Verstärkung und besuchten TJ’s Cafe an der Oregon Street. Die Klippen weiter hoch steht mitten auf der Straße fett „Ocean View“ geschrieben. Den Hinweis wollten wir natürlich nicht zweimal lesen 🙂

Port Orford, Oregon Coast im Pazifischen Nordwesten, Blick von den Klippen auf den Strand

Port Orford und sein „Ocean View“.

 

Am Ophir Beach waren an dem Tag die mächtigsten Wellen, die wir fasziniert beobachteten, während sich die Sonne langsam senkte. Über eine Einfahrt zum Parkplatz Ophir Wayside Oregon State Parks erreichst du ihn.

 

Ophir Beach, Oregon Coast im Pazifischen Nordwesten

Ophir Beach, Oregon Coast im Pazifischen Nordwesten

Ophir Beach, Oregon Coast im Pazifischen Nordwesten

 

Ich habe dir eine Karte zusammengestellt, auf der du alle genannten Stationen entdecken kannst – zoom in & find out

Vollbildanzeige

https://umap.openstreetmap.fr/de/map/unbenannte-karte_170918#

 

 

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