„Eines Tages musst Du aufhören die Bücher anderer Menschen zu lesen, um Dein eigenes Buch zu schreiben.“

— Albert Einstein

Who is behind?

Dieser Blog entstand während einer Onlinemarketing-Weiterbildung im März 2016, und ursprünglich hatte ich vor, streng nach den Regeln des Onlinemarketings als Affiliate Materialien mit zu verkaufen, die man für DIY-Projekte braucht. Da DIY-Tutorials mir jedoch wegen des geringen schreiberischen Anspruchs schnell keinen Spaß mehr machten, änderte ich in der Zeit zwischen den Jahren von 2016 auf 2017 das Konzept und zog gleichzeitig um von Blogger auf WordPress. Ich experimentierte sehr viel herum – mit URLs, Templates und übergeordneten Blogthemen, bis ich bei der Idee von einem Season Blog hängen blieb.

 

Ich wollte nicht die zigtausendste Reisebloggerin sein, die ihr Menü in Fernreisen, Europareisen und Roadtrips sortiert. Es gibt viele tolle und erfolgreiche Blogger, die genau das machen – ich habe nichts dagegen, aber es ist nicht mein Weg. Ein Tages musst Du aufhören die Bücher anderer Menschen zu lesen, um Dein eigenes Buch zu schreiben. Meine Beiträge nach den Jahreszeiten zu richten, passt perfekt zu mir, weil es gleichzeitig mein zweites Hauptthema unterstreicht: Das Reduzieren von materiellen Dingen und die Konzentration auf den Moment. Das führt dazu, die Augen zu öffnen für die Natur, ihren ewigen Kreislauf und das Wesentliche in dieser Welt – das nicht das Haus, das Auto, das Boot, die Armbanduhr, der Pool oder der Thermomix ist.

 

In bin im vergangenen Jahr 40 Jahre alt geworden und habe immer stärker das Gefühl, nur von dem leben zu können, was ich bereits besitze. Während ich beobachte, dass viele in meinem Umkreis weiterhin nach Zerstreuung suchen, im neuen Café in der Stadt, im Vintageladen oder bei Netflix und in einer sich immer höher schraubenden Spirale von materiellen Ansprüchen, habe ich mittlerweile keinerlei Problem mehr damit, ein ganzes Wochenende zu Hause zu verbringen, Dinge auszusortieren und meine Erinnerungen an viele viele Reisen und andere Lebenserfahrungen zu dokumentieren. Ich habe tausende von Fotos, aber auch niedergeschriebene Erinnerungen – und dann noch meine Bücher und Filme. Es würde reichen, sie alle noch mal zu lesen, nochmal zu schauen, kein Kindle-Download ist mehr notwendig. Ich weiß nicht, wie lange ich nur von dem zehren kann, was hinter mir liegt. Aber momentan reicht es.

 

Die Reisen aufzuschreiben, das mache ich nicht nur für mich. Seit über einem Jahrzehnt reise ich mit meinem Mann. Während er meistens das Auto fährt, plane ich die Strecken von Deutschland aus oder während der Reise. Oft weiß er nicht, wie der Ort, das Restaurant, der Strand heißt, an dem wir sind. Dies digital für immer festzuhalten im Logbuch, mache ich für uns. Gleichzeitig kannst du von unseren Erfahrungen profitieren, und wenn dich ein minimalistisches Leben ebenfalls interessiert, dann kann ich dich inspirieren. Zahlreiche Menschen haben bereits das Buch „Magic Cleaning“ von Marie Kondo gelesen. Ich nicht – da ich weiß, dass ich mir das Thema selbst erschließen und nacheinander alle Bereiche des Hauses entrümpeln kann.

 

Schon immer ging ich das Leben kreativ an und bin äußerst produktiv. Meine Schulhefte sind voller Zeichnungen über das, was ich hörte. Feinste Zeichnungen von Zellen im Biologieunterricht. Ich malte im Sommer auf der Terrasse. Wenn ich beim Draußen spielen Lehm fand, formte ich Tassen davon. Freihändig erschaffte ich einen Elefanten aus Ton, bis heute weiß ich nicht, wie mir der auf einmal gelang. Ich hatte wie Linnea einen kleinen Garten und arbeitete in der Schule im Werken mit Holz und in Textil häkelte ich, zu Hause stickte ich Kreuzstrich. Und ich schrieb und schrieb und schrieb. Texte zu produzieren wurde mein Brotjob. Die Kreativität ist immer da. Auch wenn ich nichts Materielles erschaffe, plane ich wie wild neue Reisestrecken oder ziehe im Geiste um in ein Tiny House.

 

Mein Spitzname Bea passte also wunderbar zu „Creative“ und so entstand das Projekt Bea Creative mit der Mission: BE A CREATIVE. Das digitale dem Vergessen entreißen passt perfekt zu mir als 40-Something. Ich kann etwas aufbewahren und archivieren, brauche aber keinen Platz dafür, wie man ihn zum Beispiel für ein Fotoalbum bräuchte. Vorerst betreibe ich den Blog aus privatem Interesse. Alle ausgehenden Links beruhen nicht auf Werbung, für die ich Geld bekomme. Dass ich nicht offline meine Erfahrungen dokumentiere, liegt daran, dass ich denke, andere insprieren zu können – an bestimmte Orte zu reisen, innezuhalten, draußen in der Natur zu leben und drinnen in der Wohnung auszumisten. Wenn ich dich auch dazu inspirieren kann, freue ich mich. Also: don’t forget to BE A CREATIVE!

 

Deine Bea